Absturz ohne Aufschlag

Am Montag noch herzlich über Galileo gelacht, am Dienstag dann der Absturz.

Was ist geschehen? Ich war gestern nach Stendal unterwegs, weil ein LKW zu ziehen eines Zeltanhängers gebraucht wurde. Angefangen hatte das Ganze kurz hinter der Elbbrücke bei Wittenberge, als der LKW plötzlich immer langsamer wurde und ich ich nicht schneller als ca. 50km/h fahren konnte. Kurze Zeit später kam dann auch die Meldung im Display "Leistung reduziert. Werkstatt aufsuchen." Ich wollte noch bis Seehausen fahren und dann per Telefon mit dem Chef das weitere Vorgehen besprechen, aber kurz vor Seehausen verschwand die Fehlermeldung wieder und konnte die Fahrt normal fortsetzen. Da ich schon einmal mit einer Fehlermeldung der Motorregelung und des Sensors der Feststellbremse konfrontiert war und beide ihre Ursache in einer Beschädigung der Isolation entsprechender Kabel hatten, vermute ich, dass hier ein ähnlicher Schaden vorliegt.

In Stendal angekommen, haben wir noch Verladearbeiten erledigt und dann den Anhänger angekuppelt. So weit, so gut. Auf der Stendaler Umgehung stellten der Fahrer und ich dann fest, dass wir massiv Luft verlieren. Eine Begutachtung ergab, dass der Füllschlauch von der Zuggabel gerutscht war und auf der Straße aufgescheuert wurde. Während wir das Problem lösten, machte ein Kollege, der hinter uns gehalten hatte, mich auf einen Reifenschaden an der Hinterachse des Anhängers aufmerksam. Da der Anhänger auf beiden Achsen Zwillingsbereifung hat ist uns das vorher nicht aufgefallen.

Nach der Ankunft in Arneburg haben sich die Kollegen erstmal Luft gemacht… und wer war als Vertreter des Chefs vor Ort? Ich musste das Ganze abfangen, ist ja nicht das erste Mal, dass was mit den Zelten ist. Ich habe dann immer das Gefühl, egal welche Entscheidung ich jetzt treffe, sie ist falsch. Ich stehe zwischen den Fronten und eine Seite wird mit Sicherheit unzufrieden sein. Ich habe dann den Ärger mit Dingen, die ich ursprünglich nicht zu verantworten habe.

Vieleicht ist dem nicht so und ich mache mir einfach zuviele Gedanken darüber, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit , dass das so eintritt, ist immer gegeben.

Es ist wie ein Kampf mit mir selbst, ich kann mir nicht glauben, dass die für mich günstigere Variante zutreffen könnte, ich kann einfach nicht aus meiner Haut. …nicht in dieser Welt…

Heute geht es mir ein wenig besser, als hätte eine unsichtbare Hand den Fall aufgehalten.

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